Reiner Hellbrück
Main-Spessart, 17. Februar 2008

Proteste können B26n verhindern

Bessere Verkehrsanbindung von Lohr notwendig

Befürworter der Autobahn, bekannt als B26n, verweisen darauf, daß ihr Bau zu wirtschaftlichem Wachstum führen würde (Wright (SPD) und Bittermann (CSU)) oder es werden 'mehr Chancen als Risiken' gesehen (Schiebel (Freie Wähler)). Eine Erklärung für ihre Behauptungen bleiben sie schuldig. Die geplante Autobahn durch Main-Spessart ist jedoch nicht sinnvoll und kann verhindert werden.


Die B26n führt nicht zu mehr Wachstum in Main-Spessart. Denn Engpaßfaktor für weiteres Wachstum der Region ist der Fachkräftemangel. Die Firmen der Region werben sich gegenseitig Fachkräfte ab, ein eindeutiges Zeichen für den Engpaß. Wäre es so leicht, wie manchmal behauptet, von außen Fachkräfte zu bekommen, so fiele es schwer, das Buhlen der Firmen um hochqualifizierte Arbeitnehmer zu verstehen.

Das Beispiel der Neuen Bundesländer zeigt, daß Autobahnbau und Gewerbegebiete nicht automatisch zu wirtschaftlichem Wohlstand führen; ebenso wenig wird hierdurch notwendigerweise die Abwanderung von Fachkräften mitsamt ihrer Familien verhindert, was wiederum das Beispiel Neue Bundesländer zeigt. Um Wachstum und Beschäftigung in Main-Spessart zu erhalten, ist vielmehr eine bessere Verkehrsanbindung von Lohr notwendig. Hier gibt es bereits einen industriellen Kern, den es zu erhalten und auszubauen gilt. In Rücksprache mit Industrie und Verbänden will unser Landratskandidat, Reiner Hellbrück, eine optimale Lösung finden.

Auf der Podiumsdiskussion der Landratskandidaten, organisiert von der Main-Post am Dienstag dem 12. Februar, fanden diese Arguemente Gehör. Hier ließ sich Heidi Wright zu der Äußerung hinreisen, daß die B26n nicht kommen würde, falls die Proteste anhalten. Folglich gibt es noch Hoffnung: weitere Proteste können die B26n offensichtlich verhindern.


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